Die Zeitpolitik ist noch jung. Vor etwa 20 Jahren
ist der Begriff, sind die ersten vereinzelten Zeitpolitik-Projekte
entstanden, doch erst im Oktober 2002 wurden die verschiedenen Strömungen
zusammengeführt in der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik
e.V. (DGfZP).
Aus den ersten vier großen Entwicklungslinien - Ökologie
der Zeit, Zeiten der Stadt, Zeitwohlstandsforschung, feministische
Zeitforschung - sind vielfältige interdisziplinäre Projekte
gewachsen, die sich nun in der DGfZP vernetzen und gemeinsam dafür
sorgen können, dass Bedarf an Zeitpolitik erkannt wird.
Die DGfZP hat das Ziel, zu lebensfreundlichem Ausgleich zwischen
Be- und Entschleunigung und zur Nachhaltigkeit von Alltagszeitstrukturen
beizutragen. Sie entwirft Modelle von Zeitsouveränität,
von individuellem und kollektivem Zeitwohlstand, sie möchte
Zukunftsfähigkeit befördern, schlägt Themen für
vertiefende Analysearbeit und Zieldebatten vor und macht alternative
zeitpolitische Vorschläge. Wir mischen uns ein.
Wir wollen wissenschaftliche Erkenntnisse für die alltägliche
Zeitgestaltung, für öffentliche Auseinandersetzungen und
politische Entscheidungsprozesse nutzbar machen.
Wir, das sind Wissenschaftler/innen aus zahlreichen sozial- und
naturwissenschaftlichen Fachgebieten, das sind Zeitkünstler/innen,
Zeitpraktiker/innen, an Zeitpolitik, Zeitforschung, Zeitkultur interessierte
Personen aus Zivilgesellschaft, Kirchen, Wirtschaft und Politik
aus Deutschland und den Nachbarländern.
Gemeinsam ist uns, dass wir vehement für einen bewussten und
demokratischen Umgang mit der Ressource und dem kulturellen Medium
Zeit plädieren.
Wir bündeln interdisziplinär und international Kompetenzen
und Ergebnisse aus der Forschung zum Thema Zeit, deshalb werden
unsere Zeit-Expert/innen häufig um Stellungnahme zu Zeitproblemen
oder um Fachreferate gebeten und sind gefragte Interviewpartner/innen
in den Medien. Zögern Sie nicht, an uns zu schreiben: d.henckel@zeitpolitik.de. |